Der perfekte Espresso: Saubere Mühle

Schmeckt frisch gemahlener Cafe wirklich besser?
Zum perfekten Espresso gehört frisch gemahlener Cafe. Das versteht sich von selbst und ich möchte nur kurz noch einmal erläutern, wieso die frische Bohne besser schmeckt:

Das Aroma

Nur kurze Zeit nach dem Rösten verliert Kaffee sein Aroma. Dazu trägt der Kontakt mit Luft, Feuchtigkeit und Licht bei. Selbst in Bohnentaschen, welche ein Aromaventil haben, ist dieser natürlich Prozess des fade werdens nicht aufzuhalten. Kaffe sollte daher spätestens nach 1,5 Monaten nach der Röstung aufgebraucht werden.

Der Prozess des Verfliegens von Aroma wird natürlich um so mehr beschleunigt, je mehr Angriffsfläche der Kaffee für die Luft bietet. Bohnen haben im Gegensatz zu gemahlenen Kaffe eine wesentlich kleinere Oberfläche und behalten länger ihre Frische und das Aroma.

Der Geschmack 

Mit den Schwinden von Aromen verliert der Kaffee auch an Geschmack. Das Doppel Frisch steht für Geschmack: Frisch geröstet und frisch gemahlen. Dann schmeckt der Kaffee am besten. Ein Indikator für dieses Doppelfrisch ist der Schaum auf den Kaffee bzw. das Crema auf dem Espresso. (Quelle Green Cup)

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Welche Mühle solls denn sein?
Zur Espressomaschine gehört also immer auch eine geeignete Mühle mit Scheibenmahlwerk, da hier ein gleichmäßigeres und qualitatives Mahlergebnis zu erwarten ist. Persönlich benutze ich die Rancilio Rocky, welche im 300 Euro Preissegment ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis hat. Wenn man einen engeren finanziellen Rahmen hat, dann ist die Graef CM80 eine deale Einsteigermühle, welche im Gegensatz zur preisintensiven Rocky ein Kegelmahlwerk einsetzt.

Sauber gemahlen muss aber auch sein
Kaffeebohnen besitzen Öle und Fette, welches sich auch an den Maschinen absetzt. Mit der Zeit bewirken die vergrusteten Fette eine negative Beeinflussung des Geschmacks. Bei Maschinen nutzt man daher regelmäßig Kaffeefettlöser zur Reinigung. Bei Mühlen gibt es ebenfalls hartnäckige Ablagerung.

Daher sollte die Mühle auch regelmäßig gereinigt werden. Es gibt unterschiedliche Verfahren: Der eine öffnet seine Mühle regelmäßig und reinigt das Mahlwerk mechanisch mit bürsten. Weiterhin gibt es auch manchen Kaffeefreund, welche ungekochte Reiskörner mahlen. Die Reiskörner sollen einmal mechanisch das Mahlwerk reinigen und besitzen Angeblich die Fähigkeit, auch Öle und Fette zu binden. Einige Stimmen im Netz warnen aber auch vor Reis, der angeblich das Mahlwerk zu schnell „Stumpf“ machen soll.

Weiterhin gibt es auch die einfache Möglichkeit, dass man spezielle Mühlenreiniger benutzt. So sind zum Beispiel die Urnex Grindz. Das Granulat besteht aus lebensmittelechten Naturstoffen und hinterlässt keine Gesundheits- oder Geschmacksschädigenden Rückstände in der Mühle.

Insgesamt habe ich mich nach dem Studium der Reinigungsmethoden (es gibt hier echt viele Diskussionen zum Thema) für die Methode mit den Grindz entschieden. ca. 430 Gramm kosten 20 Euro. Für eine Reinigung benutzt man ca. 35 Gramm und bezahlt so ca. 1,6 Euro für die Reinigung.

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Ein Gedanke zu „Der perfekte Espresso: Saubere Mühle

  1. Joachim sagt:

    Kaffee ist und bleibt eine Wissenschaft für sich und es wundert mich immer wieder, wie weit gefächert doch dieses Gebiet ist. Während zuhause die normale Espressokanne herhalten muss, würden Baristas sich über diese Zubereitungsart wahrscheinlich die Augen verdrehen. Kein Kaffeeautomat kommt auch nur im entferntesten an die Geschmacksnuancen eines professionell hergestellten Espressos ran und deswegen sind Cafés meiner Meinung nach in jedem Fall krisensicher.

    Der perfekte Espresso – Puls4

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