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Fahrraddiebstahl mit Happy End #Velocate

Das ist meine Diebstahl Story

7:40 – Heute morgen wurde mir mein hochwertiges Fahrrad mit Rohloff Schaltung gestohlen. Der Zeitwert war ca. 3000-3200 Euro. Ich hatte das Rad erst vor 2 Monaten gekauft. Der Schock war groß: Es war zwar ausreichend versichert und gesichert, jedoch hatte ich auch beim Umbau viel Geld und Zeit investiert. Direkt habe ich meinen Velocate Tracker aktiviert und gesucht: Leider hatte ich noch keinen guten GPS Fix.  Somit hatte ich anfänglich nur ein ungenaues Suchgebiet.

8:00 – Ich bin direkt zur Polizei gefahren und habe Anzeige erstattet. Dort wurde auch vermerkt, dass mein Rad den GPS Tracker hatte. Weiterhin hätte ich dank der Velocate App ganz bequem die Tracking Daten und einen Digitalen Fahrradpass an die Polizei übergeben können. Über einen Link hätte die Polizei sowohl die GPS Daten, als auch die Fahrradbeschreibung samt Fotos und Rechnungskopien aufrufen können.

11:30 – Nach der Anzeige kam dann die „Erlösung“.  Ich einen guten GPS Fix. Unweit der Diebstahlstelle befand sich mein Rad. Ich habe es bei meiner ersten Suche leider nicht entdeckt. Dachte mir, dass die Technik einen alten Fixpunkt hatte…. ABER der Velocate Tracker funktionierte bestens. Im Gebüsch lag mein Rad versteckt!

11:50 – Aus Unsicherheit habe ich wieder die Polizei angerufen: Ich wusste nicht ob ich es direkt mitnehmen sollte oder ob ggf. noch DNA Spuren genommen werden sollten. In Rücksprache ließ ich das Fahrrad liegen und wartete auf die Polizei. Doch die kam erst etwas später…

12:14 – In der Zwischenzeit kamen die Täter! Sie hatten das Fahrrad im Gebüsch gelagert, um dort in Ruhe die Schlösser öffnen zu können. Ich hatte meine Bedenken: Was wäre, wenn die Täter mit meinem Fahrrad vor Eintreffen der Polizei verschwinden würden. Weiterhin waren es zwei Täter. Entschlossen fuhr ich nun zum Versteck des Rades, wo die Täter schon arbeiteten.

Mit lauter Stimme habe ich sie dazu aufgefordert, dass sie das falsche Fahrrad gestohlen hatten, dass sie verschwinden sollten und dass die Polizei informiert sei. Zu meinem Erstaunen gingen sie schweigend zu ihren zwei mitgebrachten Rädern und fuhren fast wortlos davon… Ich war echt überrascht und hatte fast vergessen Bilder zu machen. Einer bemerkte den ernst der Situation und des gezückten Handys, der andere Fuhr gemächlich weiter.

Ich folgte den Tätern und machte Bilder. Währenddessen musste ich mich noch etwas verbal über ihre Tat auslassen: Wie man so dreist sein kann zu stehlen und ob es ein geiles Gefühl gewesen ist, ein solch schönes Rad heute morgen zu stehlen… PS. Man beachtet, dass die Typen auch mit hochwertigen Fahrrädern vorgefahren sind.


12:17 – Sie fuhren davon und die Polizei traf ein. Ich habe ihnen das Rad gezeigt, die Bilder und es wurde am Fahrrad DNA aufgenommen. Danach durfte ich mein Rad wieder haben.

14:45 – Ich schreibe diesen Artikel und bin immer noch geflasht: Von der Verlässlichkeit des Trackers, der Freundlichkeit des Velocate Teams (Das mir im Verlauf des Vormittags geholfen hatte.), den überraschten Kollegen bei der Polizei und von Gott … Wie Bitte?! … ja genau. Als Christ denke ich, dass dies alles kein Zufall war. Ich sehe das Wiederfinden als Geschenk Gottes. Ich bin überzeugt, dass dies die Leute aus meiner Kirche genauso sehen würden.

Das habe ich gelernt

14:47 – Ich habe aber auch einiges gelernt:

  1. Was nützen 2 Schlösser und ein Velocate GPS Tracker, wenn man das Fahrrad an den falschen Gegenstand anschließt. In meinem Fall eine Parkbank, welche einfach demontiert wurde.
  2. Als Geschädigter sieht man nur noch verdächtige Personen. Ich hatte paranoid mindestens 8-12 verschiedene Leute in Verdacht und habe sie verfolgt und fotografiert…
  3. Der Velocate GPS Tracker überzeugt mich vollkommen. Es lohnt sich.

Ich und Velocate
Mit den Diebstahls meines letzten Fahrrads im März 2017 hatte ich gesagt, dass mir so etwas beim neuen Rad nicht passieren sollte. Daher habe ich mich auf die Suche gemacht und habe ein Sicherheitskonzept für mein Rad entwickelt (Blockeintrag folgt). Ein Baustein war auch der Tracker. Der Hersteller hat ihn mir etwas günstiger verkauft, da ich Blogger bin. Kauft Ihr über meine oberen Links, dann bekomme ich Prozente vom Kauf (Affiliated Link).

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Die ENSO handelt vorschnell gegen „parkende“ Fahrräder

Ein etwas plakativer Titel unter dem ich Euch mein persönliches Erlebnis der Woche erzählen möchte, ohne dass ich letztendlich zu einem eindeutigen Fazit gekommen bin.

Am Tag des Höchststand
…vom Elbehochwasser 2013 musste ich mit dem Zug nach Leipzig fahren. Da mein geliebtes Fahrrad schon 2011 dem Hochwasser zum Opfer viel und ich die gesamte Nabenschaltung wechseln musste, wollte ich es dieses mal hochwassersicher anschließen. Direkt am Hauptbahnhof in Dresden fand ich am Enso Haus auch die passende Gelegenheit:
Ein Baum musste herhalten und ich schloss mein Fahrrad in etwa 1,5 Meter Höhe an. Ich hatte einfach Angst, dass ich nach meiner Heimkehr erneut mein Fahrrad im Wasser stand. Die Wahrscheinlichkeit war dafür auch gegeben, da 2002 im Bereich des HBF das Wasser von der Weißeritz kam.

Mein Fahrrad war weg
Nachdem ich am Abend des selben Tages dann mit den Zug in den HBF wieder eingefahren war und ich meinen ungewöhnlichen Fahrradabstellplatz aufsuchte war es nicht mehr am Ort gewesen. Ich dachte direkt an Diebstahl, wobei ich mir auch vorstellen konnte, dass es bewusst durch das Ordnungsamt bzw. die Polizei entfernt wurde. Doch mein Anruf bei der Polizei ging in das Leere. Die Polizei würde keine Fahrräder im Stadtgebiet entfernen. Eine Vermutung blieb noch: Könnte eventuell die Hausverwaltung der ENSO mein Fahrrad abgehangen haben?

Mein Fahrrad war wieder da
Am nächsten morgen rief ich also bei der Enso an und mir wurde mitgeteilt, dass ich mein Fahrrad abholen dürfte. Mit gemischten Gefühlen holte ich mein Rad ab: Ich war dankbar, dass ich es wieder hatte, gleichzeitig finde ich es auch etwas dreist, dass es einfach ohne Info an die Polizei bzw. Notiz am Abstellort entfernt wurde.

Da gibt es noch einen Schaden in Höhe von 70 Euro
Um das Fahrrad vom Baum zu bekommen, wurde mein Abus Bordo Fahrradschloss im Wert von 70 Euro durchgesägt. Zurecht, laut Aussage des Security, denn mein Rad befand sich ja auf einem Privatgrundstück. Ich brachte meine Gründe mit dem Hochwasser vor und die Security meinte nur, dass hier ja kein Hochwasser da sei. Als ich die installierten Flutwände am Gebäude ansprach, wurde das Thema gewechselt und  auf das Hausrecht verwiesen.

Gemischte Gefühle bleiben
Ich kann gut verstehen, dass es schlecht wäre, wenn plötzlich jeder seine Fahrräder in 1,5 Meter Höhe anschließt. Ich kann auch verstehen, dass für Besitzer von Grundstücken es eine Plage sein kann, wenn zu viele Fahrräder auf dem Gelände parken. ABER über folgende Aspekte sollte man auch etwas nachdenken.

  • Der Vorplatz des ENSO Gebäudes ist frei zugänglich: Mir war gar nicht bewusst, dass die Enso keine Fahrräder hier haben möchte. Es gab keine Beschilderung des Verbots oder ähnliches. Weiterhin ist es ein öffentlich zugängliches Grundstück, wo viele Kunden und Gäste kommen: Conrad, Rewe, eine Bank, die Deutsche Post und eine Apotheke haben sich dort eingemietet. Es ist also irgendwie normal, dass die Besucher auch mit dem Auto oder Fahrrad anreisen. FAZIT. Sollte man nicht ein Zaun bauen, wenn man keine Fahrräder auf dem Gelände haben möchte? Ist diese kritische Haltung gegenüber den umweltfreundlichen Fahrradindiviudalverkehr nicht ganz schön widersprüchlich zu den Parkplatz für die Elektroautos, welche sich ebenfalls vor dem Gelände befinden?
  • Es gab es zwar Fahrradständer, welcher aber alle restlos überfüllt waren. Weiterhin sind es auch Abstellmöglichkeiten, welche gemein hin als „Felgenkiller“ bekannt sind.
  • Ich kann verstehen, dass ein hängendes Fahrrad in den Bäumen das Fass der Fahrradproblematik zum überlaufen bringt und das hier gehandelt wurde. Aber: Wieso wurde nicht eine Nachricht an den Baum gehängt, wo ich mein Fahrrad wieder abholen könnte? Der weitere „Enso-Plan“ mit dem Rad wäre (eventuell) gewesen, dass es in 2 Wochen an das Fundamt übergeben worden wäre. Dann hätte ich also 2 Wochen kein Fahrrad gehabt.
  • Ich finde es fraglich, dass man als so aggressiv auf den eigenen Grundstück auftritt und nach nicht einmal 24 Stunden Fahrräder ohne Vorwarnung entfernt werden. Zusätzlich werden noch eventuell teure Fahrradschlösser durchgeschnitten. Zumal die Besonderheit des Hochwassers noch mit dazu gekommen ist.

Was ich mir gewünscht hätte
Ich werde wohl NICHT wieder auf  einem „Privatgrundstück“ mein Fahrrad aufhängen. Dennoch würde ich mir gerade im Bezug auf die besondere Hochwassersituation etwas mehr Nachsicht wünschen. Zum Beispiel hätte man mir einfach 24 Stunden Zeit geben können, oder ein Hinweis hätte man ebenfalls ans Rad pinnen können, dass man so etwas in Zukunft nicht dulden wird. Wenn doch mein Zweirad entfernt werden müsste, dann könnte man zumindest eine Notiz hinterlassen, wo und wie ich mein Fahrrad wieder bekommen könnte oder den Eingriff bei der Polizei melden.

Insgesamt bin ich dankbar, dass ich mein Rad wieder habe ohne dass ich womöglich noch kosten für das Abhängen zahlen musste. Mit etwas mehr Nachsicht in den Tagen des Hochwassers hätte man sicher die Emotionen auf beiden Seiten geringer halten können und ich hätte keinen Schaden in der Höhe 70 Euro haben müssen.

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