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Lohnt sich das Gräwe Damaszener Santokumesser?

Das Gräwe Santokumesser
Die Tage habe ich mir das Gräwe Santokumesser bestellt. Meine bisherigen Messer mussten zum Schärfen und ich wollte mal was neues für den Übergang. Heute ist es dann eingetroffen. Da ich mich in der Zwischenzeit noch mehr in das Thema japanische Messer eingelesen habe, geht das Messer erst einmal zurück. Vorher habe ich es aber nochmal genauer unter die Lupe genommen.

Das Kaufargument war einerseits, dass die Käuferstimmen überaus positiv waren: Das Messer bietet für den Preis von ca. 50 Euro sehr viel. Andererseits ist das verwendete Material ein Messerstahl der mittleren Qualitätsklasse, welches auch von WMF in der Serie Spitzenklasse Plus verwendet wird. Das hat mich neugierig gemacht.

Gräwe Santokumesser Schrägansicht

Gräwe Santokumesser Schrägansicht

Ersteindruck: die Verarbeitung
Die Aluminium Geschenk Verpackung macht durchaus was her. Für die dauerhafte Aufbewahrung ist das jedenfalls nichts. Aber für den Anfang ist das Santoku darin königlich gebettet und blinzelt den Hobbykoch mit seiner damaszener Klinge an. Jedoch darf man nicht erwarten, dass das Messer aus Damaststahl ist, sondern lediglich die oberste Schicht ist mit einer in Forenkreisen als „Damasttapete“ bezeichneter Schicht überzogen. Diese hauchdünne Schicht ist mehr was für das Auge, anstatt der Funktionalität. Daher muss man hier schon mal vorsichtig sein. Der Kern der Messerschneide besteht jedoch aus soliden VG-10 Stahl. Doch dazu komme ich später noch einmal.

Der Griff ist aus Hartholz. Bei meinem Messer war jedoch ein deutlicher Grad im Übergangsbereich zum metallischen Messerkörper zu spüren. Dies ist aber eigentlich mit das einzige Manko am Messer. Ansonsten war meine Klinge super geschliffen. Papier schneidet was wie Butter. Auch der Tomatenhaut-Test wurde bestens absolviert. Das Messer ist zudem sauber mit dem Griff verarbeitet (eingeleimt) und ist gut ausbalanciert.

Die Verarbeitungsqualität überzeugt, wenn man bedenkt, dass das Messer 50 Euro gekostet hat. Daher würde ich von dieser Seite das Messer als Geschenk für den Hobbykoch empfehlen. Die Frage ist jedoch, ob es trotz des „Damasteffekts“ mit anderen japanischen oder europäischen Messern mithalten kann?

Der Messerstahl
Das Messer bzw. der Kern der Klinge ist aus einem VG-10 Stahl gefertigt. Genauer gesagt aus X 100 Cr15MoV: Er enthält etwa 1 % Kohlenstoff und entspricht daher dem typischen japanischen Messerstahl. Bei korrekter Verarbeitung verfügt der Werkstoff eine Härte von 63 bis 65 HRC. So gibt es jedoch der Hersteller an. Es ist aber mit Sicherheit davon auszugehen, dass die Klinge bei diesen niedrigen Kampfpreis von 50 Euro keinesfalls solche Werte erreicht. Trotzdem  ist der verwendete Stahl härter als bei europäischen Messern. Dadurch hat die Klinge das Potential einer sehr hohen Schärfe und Schnitthaltigkeit. Er entspricht daher dem deutschen Stahl der Legierung 1.1545.

Messerstahl Gräwe

Messerstahl Gräwe

Durch den Chromanteil ist die Klinge jedoch nicht so stabil und ist anfälliger für Korrosion. Daher sollte man unbedingt die Pflegehinweise des Herstellers beachten (z.B. nicht in die Spülmaschine, kein Schneiden auf Glasunterlagen, unmittelbares Reinigen nach der Benutzung…)

Vergleich mit WMF Messer der Serie Spitzenklasse Plus
Mein Kochmesser der Marke WMF Serie Spitzenklasse Plus hat ebenfalls ca. 50-60 Euro gekostet und besteht aus den in Europa oft verwendeten X50CrMoV15 Messerstahl. Er hat lediglich einen Kohlenstoffanteil von 0,5 % (daher X50). Weiterhin wurde das Material von WMF legiert, sodass es rostfrei ist. Es handelt sich also um beständigen Edelstahl, welcher nicht so sensibel auf die Spülmaschine reagieren soll (Dennoch niemals die Messer in die Spülmaschine geben). Das Material ist jedoch nicht so hart wie das der japanischen Messer. Mit einem HRC von 50-56 ist der Stahl geschmeidiger. WMF bewegt sich daher auf den schmalen Grad der Praxistauglichkeit. Einerseits bietet das Material eine höhere korrosionsbeständigkeit als der Stahl des Gräwe Messers, andererseits hält die Klinge jedoch nicht so lang ihre Schärfe.

Klinge WMF mit Messerstahl x50

Klinge WMF mit Messerstahl x50

Man sollt noch bedenken, dass man hier dauerhaft einen Schliff von 20-30° auf den Stahl bringen kann. Dieser Wert ist schlechter als der des japanischen X100 Stahl, welchen man mit einem Schneidewinkel von 15-25° schleifen kann. Dennoch besteht das europäische WMF Messer auch den Tomatentest, wobei es eben schneller an Schärfe verliert.

WMF Spitzenklasse Plus

WMF Spitzenklasse Plus

 

Fazit
Bei den Vergleich der Stahlarten bzw. härten kann man eher von einer subjektiven Entscheidung sprechen, anstatt eindeutig der harten japanischen, oder weicheren europäischen Klinge den Vorzug zu geben. Jedoch muss man abschließend erwähnen, dass man in der selben Preisklasse wie WMF ein solides japanisches Messer kaufen kann. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis ist bei Gräwe also gegeben und man kann das Messer getrost von seiner Verarbeitungs- als auch von seiner Materialqualität kaufen.

Kritische Würdigung
Dieses Gräwe Santoku Messer hat eine klare Zielgruppe: den Hobbykoch, welcher sich durchaus mal was gönnen möchte und einen Ausflug in die japanische Messerwelt unternehmen möchte. Das Messer ist scharf und überzeugt durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Jeder Koch, der selten bis nie mit scharfen Messern arbeitet, wird von seiner Schärfe begeistert sein. Dadurch entsteht beim Laien schnell der Eindruck, dass es sich um ein echt hochwertiges Messer handelt.

Kritisch sehe ich es jedoch, ob solch ein „Laie“ dauerhaft mit dem Messer glücklich wird: Wird er sich womöglich über die nachlassende Schärfe wundern? Wird er sich einen Wasserstein besorgen? Kennt er die Eigenheiten von dem härteren Stahl, welcher leichter zum Ausbrechen der Klinge bei unsachgemäßer Nutzung neigt?

Viel zu schnell wird aber von der Schärfe auf die Qualität geschlussfolgert. Die wahre Frage sollte aber sein, wie LANGE die Schärfe erhalten bleibt. Zwar ist man beim verwendeten Gräwe Stahl auf einem guten Weg, doch zurecht traut mancher Nutzer den Angaben des Herstellers nicht: Theoretisch hat das Messer eine Härte von ca. 65 HRC.  Die Nutzer sind sich einig, dass Qualität und die Qualitätssicherung einfach mehr als 50 Euro kostet. Daher ist nur der der Ruf der Messermarken wirklich überzeugend, welche sich schon Jahrzehnte lang auf den japanischen Messermarkt bewährt haben (z.B. Kai, oder Chroma). Dort kosten aber die Messer meist um die 150 bis 250 Euro…

Für Preis-Leistungsjäger und deutsche Normalköche besticht das Gräwe Messer. Jedoch sollte man nicht nur die Wahl, sondern auch die Pflege von Messern im Hinterkopf haben: Egal ob ein Mittelklasse WMF oder Gräwe Santoku Messer, unerlässlich ist der Schleifstein im eigenen Haus. Kein Material behält bei regelmäßiger Benutzung seine Schärfe. Ihr werdet stauen, wie scharf man ein günstiges Messer bekommen kann und wie schnell die Klinge aber auch wieder Stumpf sein wird. Ein Nachschleifen ist dann unausweichlich.

Eigene Bilder (Aufgenommen 30 mm Festbrennweite Nikon)

Bilder des Herstellers

Gräwe Santokumesser

Gräwe Santokumesser Geschenkverpackung

Gräwe Santokumesser Schrägansicht

Gräwe Santokumesser Schrägansicht

Gräwe Santokumesser Klinge

Gräwe Santokumesser Klinge

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Welche Universalfernbedienung ist die Beste? Die Logitech Harmony?

Vor ist denn schon wieder die Fernbedienung für den Receiver
Jeder der einen Fernseher hat, kennt das Problem: „Wo ist denn die Fernbedienung für…“ Im Extremfall hat man 4 Fernbedienungen herumliegen: Fernseher, Receiver, AV Receiver und DVD bzw. Blue Ray Player. Das Nervt. Wäre es nicht ein Traum, eine für alle zu haben. Dafür gibt es den Ansatz der Universalfernbedienung. Das grauen mit war dabei lediglich in der Vergangenheit die Programmierung, welche lästig über Codes und Tabellen funktionierte. Oft fehlten dabei die neusten Geräte.

Die Harmony Serie: Harmony 300, 350, 600, 650, 300i, 900, one+, 1100

Die Volksfernbedienung
Logitech hat Abhilfe geschaffen: Eine Fernbedienung, welche sich via USB und Internetupdates stets mit allen aktuellen Geräten versteht. Die Programmierung der Harmony Linie ist einfach und das Ergebnis kann man sehen lassen. Neben der Programmierung von verschiedenen Geräten, lassen sich auch Aktivitäten programmieren. Da kann man z.B. festlegen, dass beim Fernsehschauen der HDMI 1 Eingang auf dem TV gewählt wird, die Kanäle mit dem SAT Receiver gewechselt werden und die Lautstärke direkt am AV Receiver des 5.1 System geregelt wird. Dadurch ist die Harmony Fernbedienung eine Art Hybrid Fernbedienung.

Einfache Programmierung der Fernbedienung - Auch an Mac OS

Meine Erfahrung – Bestens geeignet auch für Mac OS
Im folgenden Video präsentiere ich Euch, wie die Fernbedienung im Alltag ihre Anwendung findet und wie man sie vorher einstellt und programmiert. Persönlich habe ich mich für die 600er entschieden (Preis ca. 30 Euro), da diese auch eine Hintergrundbeleuchtung verfügt, welche sich einschaltet, sobald man die Fernbedienung bewegt. Schon krass, was sich der Hersteller hat einfallen lassen, um das Alltagsproblem der Fernbedienungssuche zu erleichtern. Die Programmierung auf Mac OS Lion hat ohne Probleme funktioniert. [ Link zur Logitech Harmony Webseite ]

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Anleitung: TP-Link TL-WR1043ND mit DD-WRT flashen

UPDATE Januar 2013:
In den Kommentaren kann man lesen, dass wohl angeblich nur die Revisionen 1.1 und 1.4 kompatibel sind. Die anderen machen offenbar Probleme. (Dies habe ich nicht nachprüfen können, daher dieser Hinweis unter vorbehalt.)

Vorbereitung und Ausgangsbasis

  • DD-WRT Fähiger Router TP-Link TL-WR1043ND
  • Netzwerkkabel (liegt im Lieferumfang des Reuthers bei)
  • Sicherheitshalber noch mal überprüfen, ob der Router mit der DD-WRT unterstützt wird Router Database
Schritt-Für-Schritt Anleitung
Vorbereitung:
1. Herunterladen der Firmware: Ladet nicht nur die DD-WRT Firmware, sondern auch die „Killer-Firmware“, welche den Router auf das flashen vorbereitet. Wählt über die Router Database das Produkt aus und ladet euch die Firmware herunter: Special image for initial Flashing UND das Webflash image
Die Alte Firmware mit dem Kill-Image löschen
2. Deaktivieren sie an ihren Rechner das WLAN und deaktivieren sie eventuell noch die Firewall
Schließen sie den WR1043 via LAN Kabel an ihren Rechner an und rufen sie die Standard IP im Browser auf, mit der der Router angemeldet ist (in der Regel 192.168.1.1).
3. Klicken sie sich durch das Menü, bis sie zum Feld Firmware Update kommen: System-Tool
4. Danach wählen sie Firmware Update aus.
5. Danach wählen sie über Datei Auswählen die Firmware „Factory-to-DDWRT.bin“ aus.
6. Bestätigen sie nun das Update der Firmware zweifach:
7. Lassen sie das Update in Ruhe ausführen. Gehen sie in die Küche und setzen sie Wasser für einen Instant Cappuccino oder Tee an. Kehren sie zurück. Der Router müsste nun unter 192.168.1.1 neu gebotet haben und die DD-WRT Oberfläche müsste zu sehen sein.
8. Führen sie einen 30-30-30 Reset aus:
Lassen sie den Router wie gewohnt am LAN Port des Rechners stecken und Betätigen sie 30 Sekunden den Reset-Knopf mit einen Spitzen Gegenstand. Nach 30 Sekunden halten sie WEITERHIN den Resetknopf ununterbrochen gedrückt und ziehen den Netzstekcer aus dem Router (nun ist der Router ohne Strom). Nach weiteren 30 Sekunden mit WEITERHIN gedrückter Resettaste stecken sie den Netzstecker wieder in den Router und warten bei WEITERHIN gedrückter Resettaste noch mal 30 Sekunden. Dadurch wird der Router zurückgesetzt. insgesamt haltet ihr als 1 Minute und 30 Sekunden den Restknopf gedrückt.
9. Öffnen nun die IP 192.168.1.1. im Browserfenster und geht einen Adminnamen und Root Passwort für die DDWRT Factory Firmware ein. Ihr habt nun die Vorab Factory Firmware auf dem Router. Dies ist aber noch nicht die Endfirmware. Diese wird im nächsten Schritt aufgespielt.
Aufspielen der DD-WRT Firmware
10. Geht nun zu „Administration“ –> „Firmware Update“ und wähl dort nun die zweite Firmware aus: „xxxwebflashimage.bin“ aus und führt das Upgrade der Firmware durch.
11. Nun wartet ihr bis der Router neustartet

12. Nachdem der Router neugestartet ist und ihr unter 192.168.1.1. wieder die DD-WRT Oberfläche seht, führt erneut einen 30-30-30 Reset aus (Beschreibung siehe oben).

13. GESCHAFT. Nun habt ihr einen Router, auf dem die DD-WRT Firmware läuft.

Quellen (Englische Anleitung)

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Anleitung: TP-Link TL-WR1043ND mit DD-WRT flashen

UPDATE Januar 2013:
In den Kommentaren kann man lesen, dass wohl angeblich nur die Revisionen 1.1 und 1.4 kompatibel sind. Die anderen machen offenbar Probleme. (Dies habe ich nicht nachprüfen können, daher dieser Hinweis unter vorbehalt.)

Vorbereitung und Ausgangsbasis

  • DD-WRT Fähiger Router TP-Link TL-WR1043ND
  • Netzwerkkabel (liegt im Lieferumfang des Reuthers bei)
  • Sicherheitshalber noch mal überprüfen, ob der Router mit der DD-WRT unterstützt wird Router Database
Schritt-Für-Schritt Anleitung
Vorbereitung:
1. Herunterladen der Firmware: Ladet nicht nur die DD-WRT Firmware, sondern auch die „Killer-Firmware“, welche den Router auf das flashen vorbereitet. Wählt über die Router Database das Produkt aus und ladet euch die Firmware herunter: Special image for initial Flashing UND das Webflash image
Die Alte Firmware mit dem Kill-Image löschen
2. Deaktivieren sie an ihren Rechner das WLAN und deaktivieren sie eventuell noch die Firewall
Schließen sie den WR1043 via LAN Kabel an ihren Rechner an und rufen sie die Standard IP im Browser auf, mit der der Router angemeldet ist (in der Regel 192.168.1.1).
3. Klicken sie sich durch das Menü, bis sie zum Feld Firmware Update kommen: System-Tool
4. Danach wählen sie Firmware Update aus.
5. Danach wählen sie über Datei Auswählen die Firmware „Factory-to-DDWRT.bin“ aus.
6. Bestätigen sie nun das Update der Firmware zweifach:
7. Lassen sie das Update in Ruhe ausführen. Gehen sie in die Küche und setzen sie Wasser für einen Instant Cappuccino oder Tee an. Kehren sie zurück. Der Router müsste nun unter 192.168.1.1 neu gebotet haben und die DD-WRT Oberfläche müsste zu sehen sein.
8. Führen sie einen 30-30-30 Reset aus:
Lassen sie den Router wie gewohnt am LAN Port des Rechners stecken und Betätigen sie 30 Sekunden den Reset-Knopf mit einen Spitzen Gegenstand. Nach 30 Sekunden halten sie WEITERHIN den Resetknopf ununterbrochen gedrückt und ziehen den Netzstekcer aus dem Router (nun ist der Router ohne Strom). Nach weiteren 30 Sekunden mit WEITERHIN gedrückter Resettaste stecken sie den Netzstecker wieder in den Router und warten bei WEITERHIN gedrückter Resettaste noch mal 30 Sekunden. Dadurch wird der Router zurückgesetzt. insgesamt haltet ihr als 1 Minute und 30 Sekunden den Restknopf gedrückt.
9. Öffnen nun die IP 192.168.1.1. im Browserfenster und geht einen Adminnamen und Root Passwort für die DDWRT Factory Firmware ein. Ihr habt nun die Vorab Factory Firmware auf dem Router. Dies ist aber noch nicht die Endfirmware. Diese wird im nächsten Schritt aufgespielt.
Aufspielen der DD-WRT Firmware
10. Geht nun zu „Administration“ –> „Firmware Update“ und wähl dort nun die zweite Firmware aus: „xxxwebflashimage.bin“ aus und führt das Upgrade der Firmware durch.
11. Nun wartet ihr bis der Router neustartet

12. Nachdem der Router neugestartet ist und ihr unter 192.168.1.1. wieder die DD-WRT Oberfläche seht, führt erneut einen 30-30-30 Reset aus (Beschreibung siehe oben).

13. GESCHAFT. Nun habt ihr einen Router, auf dem die DD-WRT Firmware läuft.

Quellen (Englische Anleitung)

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